Ein Hornhautulcus bezeichnet einen Substanzverlust in der Hornhaut – also der klaren, äußeren Schicht des Auges. Die Oberfläche ist nicht mehr intakt, was zur Reizung, Entzündung und mitunter zu schweren Komplikationen führen kann. Hornhautulcera treten beim Pferd relativ häufig auf und können oberflächlich oder tief, akut oder chronisch, sowie schmerzhaft oder indolent verlaufen.
Ursachen sind häufig bakterielle oder mykotische (pilzbedingte) Infektionen, doch auch sterile Ulcera – z. B. infolge mechanischer Reize oder Immundysregulation – kommen vor.
Die Therapie richtet sich nach Ursache, Tiefe und Verlauf des Ulcus:
Die Nachsorge ist intensiv: Pferde mit Hornhautulcus benötigen mehrfach tägliche lokale Medikamentengaben über mehrere Tage bis Wochen. Um die empfindliche Augenregion zu entlasten und Manipulationen zu minimieren, wird häufig ein sogenannter Subpalpebralkatheter (Lidkatheter) gelegt. Dieser ermöglicht eine komfortable und sichere Medikamentengabe direkt an das Auge.
Die Prognose hängt stark von Ausmaß, Ursache und Geschwindigkeit der Behandlung ab. Grundsätzlich ist die Prognose vorsichtig bis gut, insbesondere bei frühzeitig eingeleiteter Therapie. Bei tiefen oder stark infizierten Ulcera besteht jedoch das Risiko schwerer Komplikationen, u. a.:
Zur Diagnostik und Behandlung von Hornhautulcera stehen in der Hanseklinik modernste ophthalmologische Instrumente zur Verfügung:
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