Behandlung von Hornhautverletzungen

Hornhautverletzungen beim Pferd – schnelle Hilfe bei Augen-Notfällen

Was sind Hornhautverletzungen?

Hornhautverletzungen entstehen durch äußere Traumata, z. B. durch Äste, Heukrümel, Halfterteile oder Eigenverletzungen durch Hufschlag. Je nach Tiefe und Ausdehnung reicht das Spektrum von oberflächlichen Defekten bis hin zu tiefen, durchgreifenden Hornhautschäden, die eine direkte Bedrohung für den Augapfel und die Sehfähigkeit darstellen.

Eine tiefe Hornhautverletzung ist ein Notfall – sie erfordert eine sofortige augenärztliche Untersuchung und ggf. chirurgische Versorgung. In der Hanseklinik für Pferde erfolgt eine umfassende Diagnostik, bei der alle betroffenen Augenstrukturen untersucht werden. Auf dieser Basis wird ein individueller Therapieplan erstellt.

Wie werden Hornhautverletzungen beim Pferd behandelt?

Je nach Schweregrad unterscheidet sich die Therapie:

Oberflächliche Verletzungen:

  • Entfernung geschädigten Gewebes (Keratektomie)
  • Lokale medikamentöse Therapie (antibiotisch, entzündungshemmend)
  • In der Regel gute Heilungstendenz, regelmäßige Kontrollen notwendig

Tiefe Verletzungen:

  • Hornhautnaht zur Stabilisierung des Defekts
  • Bindehautplastik (Flap) bei großflächigem Gewebeverlust oder zusätzlicher Schutzfunktion
  • Ggf. zusätzliche Eingriffe am inneren Auge bei Einblutungen oder Linsenvorfall
  • In Einzelfällen, z. B. bei irreversibler Erblindung, kann eine Enukleation (Entfernung des Augapfels) notwendig sein
  • [Bildplatzhalter: Foto einer chirurgisch versorgten Hornhautnaht mit Flap sowie Darstellung eines postoperativen Subpalpebralkatheters.]
  • [Ergänzung: Der Erhalt des Auges und die Wiederherstellung der Sehkraft sind das primäre Ziel – bei raschem Eingreifen bestehen in vielen Fällen gute Chancen.]

Vor- und Nachbehandlung

Vor dem Eingriff:

  • Desinfektion des Auges und Umgebung
  • Lokale und ggf. systemische Vorbehandlung mit Antibiotika und Entzündungshemmern

Nach dem Eingriff:

  • Intensive lokale Therapie, oft über einen Subpalpebralkatheter zur stressfreien Gabe
  • Orale Schmerzmittel, ggf. Antimykotika oder Immunsuppressiva je nach Befund
  • Stationäre Betreuung für engmaschige Kontrollen der Wundheilung
  • [Bildplatzhalter: Foto eines Patienten mit Augenverband/Subpalpebralkatheter, ergänzt durch Medikamentenplan an der Box.]
  • [Ergänzung: Die Heilung einer Hornhautverletzung dauert – abhängig von Tiefe und Lokalisation – mehrere Tage bis Wochen.]

Prognose und mögliche Komplikationen

Die Prognose ist vom Ausmaß der Verletzung und dem individuellen Heilungsverlauf abhängig. Leichte Verletzungen heilen häufig komplikationslos. Bei stumpfen Traumata ist besondere Vorsicht geboten, da auch versteckte Druck- und Zugkräfte auf das Auge Folgeschäden hervorrufen können.

Mögliche Komplikationen:

  • Hornhautinfektionen (bakteriell/mykotisch)
  • Narbenbildung und Hornhauttrübungen
  • Druckanstieg im Auge (Glaukom)
  • Verlust der Sehfähigkeit oder des Augapfels
  • [Bildplatzhalter: Infografik mit Prognoseschlüssel: „oberflächlich – günstig / tief – vorsichtig / infektiös – kritisch“.]
  • [Ergänzung: Ein frühzeitiges Eingreifen ist entscheidend, um schwere Verläufe und irreversible Schäden zu vermeiden.]

Technische Ausstattung

Die Hanseklinik für Pferde verfügt über spezialisierte Ausstattung für die Versorgung von Hornhautverletzungen:

  • Spaltlampenmikroskopie zur feinen Differenzierung von Gewebeschäden
  • Mikrochirurgisches OP-Instrumentarium für Hornhautnähte und Flaps
  • Subpalpebralkathetersysteme zur intensiven postoperativen Medikation
  • OP-Lagerung und Monitoring für Vollnarkose bei tiefen Defekten
  • [Bildplatzhalter: Bild des OP-Saals mit aufgebauter Augen-OP-Ausrüstung – Fokus auf sterile Instrumente und Lichtführung.

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