Gelenkversteifung / Arthrodese

Arthrodese beim Pferd

Bei Pferden mit fortgeschrittenen Gelenkschäden oder Frakturen mit Gelenkbeteiligung kann eine operative Gelenkversteifung – auch Arthrodese genannt – die letzte Möglichkeit sein, um das betroffene Bein schmerzfrei und belastbar zu machen. Das kranke Gelenk wird dabei dauerhaft stillgelegt, sodass die angrenzenden Knochen fest miteinander verwachsen. Ziel ist eine schmerzfreie Gliedmaße, die das Pferd wieder normal belasten kann.

Wann kommt eine Gelenkversteifung beim Pferd infrage?

Die Arthrodese beim Pferd wird vor allem bei:

  • fortgeschrittener Arthrose,
  • komplexen Frakturen mit Gelenkbeteiligung
  • oder nicht mehr behandelbaren Gelenkschäden
    in Betracht gezogen.

Besonders kleine Gelenke wie das Krongelenk oder die Spatgelenke lassen sich gut versteifen. Viele Pferde können nach einer erfolgreichen Verheilung sogar wieder geritten oder im Sport eingesetzt werden.

Ablauf der Arthrodese

Vor der Operation wird die genaue Position der Gelenkversteifung individuell geplant. Dabei wählen die Tierärzte die passende Operationstechnik, je nach betroffenem Gelenk.

Während des Eingriffs:

  • wird der krankhafte Knorpel entfernt,
  • die Gelenkflächen vorbereitet,
  • und das Gelenk mit Platten und Schrauben stabil verbunden.

Die Operation findet unter Vollnarkose statt und erfordert präzise chirurgische Technik.

Reha nach Arthrodese

Nach der Gelenkversteifung braucht das Pferd eine strukturierte Rehabilitationsphase, um optimal zu heilen:

  • 6 Wochen Boxenruhe ohne Bewegung
  • anschließend 6 Wochen kontrollierte Schrittführung (z. B. an der Hand)


Diese Zeit ist entscheidend, damit die Knochen stabil zusammenwachsen und das Implantat optimal halten kann.

Prognose

Die Prognose nach einer Gelenkversteifung ist besonders bei kleinen Gelenken gut. Viele Pferde können danach schmerzfrei leben und ihren Alltag oder sogar sportliche Aktivitäten wieder aufnehmen.

Allerdings birgt der Eingriff auch Risiken. Die schwerwiegendste Komplikation ist eine Infektion im Bereich der Implantate. Diese kann hartnäckig sein, da sich Keime auf Metallteilen festsetzen – in seltenen Fällen kann dies sogar lebensbedrohlich sein. Das Risiko einer solchen Infektion liegt bei 14–30 %.

Müssen die Implantate entfernt werden?

In den meisten Fällen bleiben die Implantate dauerhaft im Pferdekörper. Eine Entfernung ist nur dann nötig, wenn Komplikationen auftreten – z. B. bei Infektionen oder bei Fohlen im Wachstum.

Fazit: Die Arthrodese kann für Pferde mit schweren Gelenkerkrankungen oder Arthrose die einzige Möglichkeit auf ein schmerzfreies Leben sein. Eine gute Planung, erfahrene Chirurgie und konsequente Nachsorge sind der Schlüssel für eine erfolgreiche Genesung.

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