
EOTRH ist eine chronisch verlaufende, schmerzhafte Erkrankung der Schneidezähne bei Pferden, die vor allem ältere Tiere betrifft. Sie führt zu einer schleichenden Zerstörung der Zahnwurzeln und kann unbehandelt zu erheblichen Einschränkungen beim Fressen, im Verhalten und im allgemeinen Wohlbefinden führen.
Die genauen Ursachen dieser Erkrankung sind bislang nicht abschließend geklärt. Es wird angenommen, dass mechanischer Stress auf die Schneidezähne im Alter eine Rolle spielt. Auch degenerative Prozesse im Zahnhalteapparat älterer Pferde könnten zur Entstehung beitragen. Klar ist: Je älter das Pferd, desto höher das Risiko – erste Veränderungen können ab einem Alter von etwa 14 Jahren auftreten.
Die ersten Anzeichen von EOTRH bleiben oft unbemerkt, da äußere Veränderungen zunächst fehlen. Im Alltag zeigen sich jedoch subtile Hinweise: Das Pferd beißt nicht mehr von Möhren ab, nimmt das Gebiss widerwillig an oder zeigt Unruhe beim Putzen im Bereich der Maulregion. Mit Fortschreiten der Erkrankung treten zunehmend typische Symptome auf:

Hier hat sich das Zahnfleisch bereits deutlich zurückgezogenund ist bläulich verfärbt. Zudem sieht man Zahnstein und kleine Fistelgänge. Ein Schneidezahn in der unseren Zahnreihe ist bereits so locker, dass er aus der Zahnreihe herausgedrängt wurde.
OTRH verläuft chronisch und meist schleichend. Zu Beginn ist die Erkrankung äußerlich kaum sichtbar und wird häufig erst im Rahmen von Verhaltensänderungen bemerkt. Mit zunehmendem Verlauf zeigen sich jedoch die typischen klinischen Veränderungen. Der Zustand verschlechtert sich über Monate bis Jahre hinweg kontinuierlich. Besonders ältere Pferde sind betroffen, aber auch Ponys können erkranken.
Ein erster Verdacht ergibt sich häufig durch die Anamnese und eine gezielte Untersuchung der Maulhöhle bei auffälligen Symptomen.
Eine sichere Diagnose kann jedoch nur durch ein Röntgenbild der Schneidezähne gestellt werden. Dabei zeigen sich typische Veränderungen: Auftreibungen („Hyperzementose“) der Schneidezahnwurzeln, aber auch Resorption der Zahnwurzeln (wirken „zerfressen“).

Diese Schneidezähne zeigen eine deutliche Hyperzementose = knollige Auftreibung im Wurzelbereich
Die Behandlung richtet sich nach dem Stadium der Erkrankung. In sehr frühen Fällen, bei denen nur geringe Veränderungen bestehen und das Pferd keine Beschwerden zeigt, kann durch regelmäßige Zahnbehandlungen versucht werden, den Druck auf die Schneidezähne zu reduzieren. Ergänzend gibt es viele Versuche, um den Krankheitsverlauf zu verlangsamen: Entzündungshemmende Behandlung, Vitalpilzmischungen, Blutegel.
Die einzige wirksame Therapie ist die vollständige Entfernung der betroffenen Zähne. Die Extraktion stoppt den entzündlichen Prozess zuverlässig und bringt dem Tier in der Regel eine spürbare Erleichterung.
Wird die Erkrankung früh erkannt, reicht es häufig aus, nur einzelne Zähne zu entfernen. In fortgeschrittenen Fällen ist eine vollständige Extraktion aller Schneidezähne notwendig. Die gute Nachricht: Auch nach einer Totalextraktion ist die Prognose in der Regel sehr gut. Die betroffenen Pferde sind nach der Operation schmerzfrei, können problemlos fressen und zeigen oft ein deutlich verbessertes Allgemeinbefinden. Bei selektiven Extraktionen kann es notwendig werden, in den folgenden Jahren weitere Zähne zu entfernen, da der Krankheitsprozess meist fortschreitet.
Ja, die Pferde zeigen die Schmerzen meist nur sehr subtil und stellen die Futteraufnahme selten ein. Sie entwickeln Strategien, die Schneidezähne nicht oder nur kaum zu nutzen.
Nein, wenn es möglich ist, werden nicht betroffene Zähne belassen. Wichtig ist aber die Funktionalität für das Pferd. Es muss immer möglichst ein Block aus mindestens 3 Schneidezähnen erhalten bleiben, um eine gute Funktionalität zu erhalten. Kann man dies nicht gewährleisten sollte man über eine Totalextraktion nachdenken.
Nach einer Totalextraktion meist ja. Im entspannten Zustand hängt die Zunge dann oft ein Stück aus dem Maul heraus, da sie nicht mehr durch die Schneidezähne „aufgehalten“ wird. Das Pferd ist aber in der Lage, die Zunge wieder in das Maul zu nehmen.
EOTRH ist eine chronisch verlaufende, schmerzhafte Erkrankung der Schneidezähne bei Pferden, die vor allem ältere Tiere betrifft. Sie führt zu einer schleichenden Zerstörung der Zahnwurzeln und kann unbehandelt zu erheblichen Einschränkungen beim Fressen, im Verhalten und im allgemeinen Wohlbefinden führen.
Ja, die Pferde zeigen die Schmerzen meist nur sehr subtil und stellen die Futteraufnahme selten ein. Sie entwickeln Strategien, die Schneidezähne nicht oder nur kaum zu nutzen.
Nein, wenn es möglich ist, werden nicht betroffene Zähne belassen. Wichtig ist aber die Funktionalität für das Pferd. Es muss immer möglichst ein Block aus mindestens 3 Schneidezähnen erhalten bleiben, um eine gute Funktionalität zu erhalten. Kann man dies nicht gewährleisten sollte man über eine Totalextraktion nachdenken.
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Wir bitten Sie Termine telefonisch bei uns zu vereinbaren. Am Telefon können wir individuell und direkt die beste Behandlung einplanen.
+49 4282 - 5946340Bitte beachten Sie unsere gesonderten Besuchszeiten.
Bitte vereinbaren Sie einen Besuchstermin im Voraus. Planen Sie etwa 1 Stunde ein und berühre bitte nur dein eigenes Pferd.
Unsere Klinik ist für Notfälle jederzeit für Sie erreichbar und geöffnet. Bitte rufen Sie uns in einem Notfall sofort an.

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