Fesselträgererkrankung

Inhaltsverzeichnis:

Ursachen

Fesselträgererkrankungen können durch unterschiedliche Faktoren entstehen. Traumatische Ereignisse wie eine Weideverletzung können zu einer akuten Schädigung des Fesselträgers führen. Ebenso spielt der degenerative Prozess, bedingt durch eine chronische Erkrankung des Bindegewebes, eine entscheidende Rolle. Wiederholte Überlastung, beispielsweise durch intensiven Trainingseinsatz, kann den betroffenen Strukturen zusätzlichen Schaden zufügen. Zudem können prädisponierende Faktoren wie eine ungünstige Gliedmaßenstellung sowie eine fehlerhafte Hufkonformationund der entsprechende Beschlag die Entstehung dieser Erkrankung begünstigen.

Symptome

Die Symptome einer Fesselträgererkrankung sind vielfältig und hängen vom Ausmaß der Schädigung ab. Typisch ist eine Lahmheit der betroffenen Gliedmaße, die meist als gering- bis mittelgradig eingeschätzt wird. Häufig kommt es zu einer teilweisen Palpationsdolenz, was bedeutet, dass der Bereich der Verletzung oder Erkrankung beim Betasten schmerzhaft reagiert. Bei Erkrankungen der Fesselträgerschenkel zeigt sich oft eine positive distale Beugeprobe – ein Hinweis, der insbesondere bei akuter Schwellung, erhöhter Wärme und verstärkter Pulsation der Hauptmittelfußarterie relevant ist.

Häufig ist der betroffene Bereich des Fesselträgers beim Betasten schmerzhaft.

Krankheitsverlauf

Der Verlauf von Fesselträgererkrankungen variiert erheblich je nach Ursache:

  • Traumatisch: Es kommt zu einer akuten Lahmheit, die von anfangs hochgradigen Symptomen bis zu moderat ausgeprägten Beschwerden reichen kann.
  • Degenerativ: Hier entwickelt sich oft eine chronische Lahmheit, die sich im Gangbild des Pferdes als „Durchtritt“ bemerkbar macht.
  • Überlastung: Diese führt häufig zu einer „poor performance“ sowie zu Rittigkeitsproblemen, da die kontinuierliche Belastung die Funktion beeinträchtigt.

Diagnose

Die Diagnose von Fesselträgererkrankungen erfolgt durch einen mehrstufigen Ansatz:

  • Diagnostische Anästhesien: Diese helfen, den genauen Schmerzherd zu lokalisieren.
  • Ultraschalluntersuchung: Sie bietet detaillierte Einblicke in die Struktur des Bindegewebes und der Sehnen.
  • Röntgen und CT: Diese bildgebenden Verfahren werden zusätzlich eingesetzt, um auch knöcherne Veränderungen präzise darzustellen.

Dabei wird zwischen Erkrankungen des Fesselträgerursprungs, -körpers und der Fesselträgerschenkel unterschieden.

Behandlung

Die Behandlung von Fesselträgererkrankungen ist multimodal und wird individuell an den jeweiligen Patienten angepasst:

  • Entzündungshemmende Therapie: Physikalische Maßnahmen wie Kälteanwendungen und medikamentöse Behandlungen mit NSAIDs tragen zur Linderung von Schmerzen und Entzündungen bei.
  • Trainingspause: Die Dauer der Pause wird an die Schwere und Art der Verletzung angepasst, um eine optimale Regeneration zu gewährleisten.
  • Intraläsionale Injektion von Orthobiologika: Moderne Therapieansätze wie die Injektion von PRP, IRAP oder mesenchymalen Stammzellen fördern die Geweberegeneration.
  • Fokussierte Stoßwellentherapie: Diese Methode verbessert die Durchblutung und unterstützt den Heilungsprozess.
  • Weitere physikalische Therapien: Maßnahmen wie die Anwendung einer Bemer-Decke, Lasertherapie odertherapeutischer Ultraschall können ebenfalls zur Genesung beitragen.
  • Bewegungstherapie: Nach dem Abklingen der akuten Entzündungsreaktion erfolgt eine kontrollierte Bewegung im Schritt an der Hand, um die Ausrichtung des kollagenen Narbengewebes und der Sehnenfasern zu optimieren.
  • Operative Eingriffe: Bei FTU-Desmopathien, die auf konservative Therapien nicht ansprechen, kann eine Operation (z. B. Fasziotomie oder Neurektomie) erforderlich sein.
  • Individuelle orthopädische Maßnahmen: In enger Kooperation mit unserem Hufschmied wird eine passgenaue Beschlagsempfehlung erarbeitet.
  • Nahrungsergänzungsmittel: Diese können unterstützend zur Heilungsförderung eingesetzt werden.

Prognose

Die Prognose bei Fesselträgererkrankungen ist abhängig von mehreren Faktoren:

  • Der Schweregrad der Erkrankung,
  • der betroffenen Gliedmaße und deren Stellung,
  • sowie der zugrunde liegenden Ätiologie.

In der Regel haben Erkrankungen an den Vordergliedmaßen eine bessere Prognose als jene an den Hintergliedmaßen. Traumatisch bedingte Schädigungen weisen zudem häufig günstigere Heilungsaussichten auf als degenerative Veränderungen.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Ich entscheide mich für ein Jahr Pause als Therapie. Kann ich das Jahr zum Züchten nutzen?

Bei traumatischer Genese ist dies grundsätzlich möglich, während bei degenerativen Schädigungen von einer Nutzung zum Züchten abgeraten wird, um zusätzliche Belastungen zu vermeiden.

Kann ich bei ausgeheiltem Fesselträgerschaden wieder guten Gewissens auf dem alten Leistungsniveau reiten?

Ja, bei vollständiger Ausheilung ist dies grundsätzlich möglich. Es besteht jedoch ein erhöhtes Rezidivrisiko, das individuell berücksichtigt werden muss.

Wann kann ich mein Pferd nach einer Fesselträger-OP wieder antrainieren?

Bereits 3 Wochen nach der Operation beginnt das Bewegungsprogramm mit kontrollierter Bewegung im Schritt an der Hand. Etwa 6-8 Wochen nach der OP kann der Trab unter der Reiterin hinzugenommen werden.

Häufig gestellte Fragen

Ich entscheide mich für ein Jahr Pause als Therapie. Kann ich das Jahr zum Züchten nutzen?

Bei traumatischer Genese ist dies grundsätzlich möglich, während bei degenerativen Schädigungen von einer Nutzung zum Züchten abgeraten wird, um zusätzliche Belastungen zu vermeiden.

Kann ich bei ausgeheiltem Fesselträgerschaden wieder guten Gewissens auf dem alten Leistungsniveau reiten?

Ja, bei vollständiger Ausheilung ist dies grundsätzlich möglich. Es besteht jedoch ein erhöhtes Rezidivrisiko, das individuell berücksichtigt werden muss.

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