Zahnimplantate

Zahnimplantate – funktioneller Lückenschluss für das Pferdegebiss

Der Verlust eines Zahns – sei es durch Fraktur, Infektion oder altersbedingten Verschleiß – kann beim Pferd zu erheblichen Problemen führen. Neben Schmerzen, Futterverlust und Gewichtsabnahme kommt es häufig zu einer Kippung der Nachbarzähne und einer Fehlbelastung des gesamten Gebisses.

In der Humanmedizin ist der Ersatzfehlender Zähne mit Implantaten längst Standard. Beim Pferd ist die Situation doch anders: Die Zahnfächer (Alveolen) sind groß und verknöchern seltenvollständig, das Maul ist nie keimfrei, und Pferde beginnen sofort nach der Operation wieder zu kauen. Eine Ruhigstellung wie beim Menschen ist daher nicht möglich.

Trotz dieser Herausforderungen entwickeln wir in der Hanseklinik gemeinsam mit Spezialisten aus der Humanmedizin ein praxisnahes Implantatkonzept, das den besonderen Bedingungen beim Pferd gerecht wird.

Wann kommt ein Implantat infrage?

  • Verlust eines Backenzahns durch Fraktur, Infektion oder Extraktion
  • Wenn eine Zahnlücke funktionelle Probleme verursacht (Futterverlust, Kippung der Nachbarzähne, Fehlstellungen
  • Bei Pferden, bei denen Langzeitlösungen sinnvoll sind (z. B. Leistungspferde oderjunge Tiere mit vielen Jahren Nutzung vor sich)
  • Wenn herkömmliche Maßnahmen die Gebissfunktion nicht ausreichend stabilisieren

 

Wie läuft die Implantation ab?

Der Prozess gliedert sich in zwei Phasen, die an die biologische Heilung des Pferdes angepasst sind:


Phase 1: Platzhalterphase

Direkt nach der Zahnextraktion wird ein Langzeitprovisorium eingesetzt.

Es schützt das Zahnfach, stabilisiert die Nachbarzähne und verhindert Wanderungen.

Phase 2: Implantationsphase

Nach einer individuell angepassten Einheilzeit erfolgt die eigentliche Implantation.

Verwendet werden spezielle Materialien, die eine stabile Verbindung mit dem umgebenden Gewebe ermöglichen.

Ziel ist eine dauerhafte, stabile Verankerung, die den natürlichen Kaukräften standhält.

 

Was bedeutet ein Implantat für mein Pferd?

Positive Effekte:

  • Vermeidung von Fehlstellungen und Kippungen der Nachbarzähne
  • Stabilisierung des gesamten Gebisses und des Kiefergleichgewichts
  • Erhalteines funktionellen Kauapparats, auch bei Leistungspferden
  • Verbesserung des Fressverhaltens und des allgemeinen Wohlbefindens


Mögliche Risiken und aktuelle Situation:

  • Das Projekt befindet sich derzeit in der klinischen Erprobungsphase – noch nicht alle Materialien und Langzeitergebnisse sind abschließend geklärt
  • Nicht jedes Implantat führt automatisch zum gewünschten Langzeiterfolg; eine individuelle Abwägung ist entscheidend
  • Infektionen oder Lockerungen können auftreten und erfordern engmaschige Kontrollen
  • Die Entscheidung erfolgt stets transparent und individuell, gemeinsam mit Ihnen

 

Warum das wichtig ist

  • Der Verzicht auf ein Implantat – also der „Mut zur Lücke“ – kann langfristig zu funktionellen Problemen führen:
  • Nachbarzähne kippen, der Kiefer verschiebt sich, das Gebiss verliert sein Gleichgewicht.
  • Aus der Humanmedizin wissen wir, dass Fehlstellungen im Kiefer Muskelverspannungen, Schmerzen und funktionelle Störungen (CMD) auslösen können.
  • Pferdekauen bis zu 18 Stunden pro Tag – schon kleine Veränderungen wirken sich spürbar auf das Wohlbefinden und die Rittigkeit aus.

 

Wir glauben: Auch Pferde verdienen ein funktionelles Gebiss, selbst nach Zahnverlust.


Wenn Sie denken, dass Ihr Pferd ein Kandidat für ein Langzeitprovisorium oder Implantat sein könnte, beraten wirSie gerne individuell.

Der Verlust eines Zahns – sei es durch Fraktur, Infektion oder altersbedingten Verschleiß – kann beim Pferd zu erheblichen Problemen führen. Neben Schmerzen, Futterverlust und Gewichtsabnahme kommt es häufig zu einer Kippung der Nachbarzähne und einer Fehlbelastung des gesamten Gebisses.

In der Humanmedizin ist der Ersatzfehlender Zähne mit Implantaten längst Standard. Beim Pferd ist die Situation doch anders: Die Zahnfächer (Alveolen) sind groß und verknöchern seltenvollständig, das Maul ist nie keimfrei, und Pferde beginnen sofort nach der Operation wieder zu kauen. Eine Ruhigstellung wie beim Menschen ist daher nicht möglich.

Trotz dieser Herausforderungen entwickeln wir in der Hanseklinik gemeinsam mit Spezialisten aus der Humanmedizin ein praxisnahes Implantatkonzept, das den besonderen Bedingungen beim Pferd gerecht wird.

Wann kommt ein Implantat infrage?

  • Verlust eines Backenzahns durch Fraktur, Infektion oder Extraktion
  • Wenn eine Zahnlücke funktionelle Probleme verursacht (Futterverlust, Kippung der Nachbarzähne, Fehlstellungen
  • Bei Pferden, bei denen Langzeitlösungen sinnvoll sind (z. B. Leistungspferde oderjunge Tiere mit vielen Jahren Nutzung vor sich)
  • Wenn herkömmliche Maßnahmen die Gebissfunktion nicht ausreichend stabilisieren

 

Wie läuft die Implantation ab?

Der Prozess gliedert sich in zwei Phasen, die an die biologische Heilung des Pferdes angepasst sind:


Phase 1: Platzhalterphase

Direkt nach der Zahnextraktion wird ein Langzeitprovisorium eingesetzt.

Es schützt das Zahnfach, stabilisiert die Nachbarzähne und verhindert Wanderungen.

Phase 2: Implantationsphase

Nach einer individuell angepassten Einheilzeit erfolgt die eigentliche Implantation.

Verwendet werden spezielle Materialien, die eine stabile Verbindung mit dem umgebenden Gewebe ermöglichen.

Ziel ist eine dauerhafte, stabile Verankerung, die den natürlichen Kaukräften standhält.

 

Was bedeutet ein Implantat für mein Pferd?

Positive Effekte:

  • Vermeidung von Fehlstellungen und Kippungen der Nachbarzähne
  • Stabilisierung des gesamten Gebisses und des Kiefergleichgewichts
  • Erhalteines funktionellen Kauapparats, auch bei Leistungspferden
  • Verbesserung des Fressverhaltens und des allgemeinen Wohlbefindens


Mögliche Risiken und aktuelle Situation:

  • Das Projekt befindet sich derzeit in der klinischen Erprobungsphase – noch nicht alle Materialien und Langzeitergebnisse sind abschließend geklärt
  • Nicht jedes Implantat führt automatisch zum gewünschten Langzeiterfolg; eine individuelle Abwägung ist entscheidend
  • Infektionen oder Lockerungen können auftreten und erfordern engmaschige Kontrollen
  • Die Entscheidung erfolgt stets transparent und individuell, gemeinsam mit Ihnen

 

Warum das wichtig ist

  • Der Verzicht auf ein Implantat – also der „Mut zur Lücke“ – kann langfristig zu funktionellen Problemen führen:
  • Nachbarzähne kippen, der Kiefer verschiebt sich, das Gebiss verliert sein Gleichgewicht.
  • Aus der Humanmedizin wissen wir, dass Fehlstellungen im Kiefer Muskelverspannungen, Schmerzen und funktionelle Störungen (CMD) auslösen können.
  • Pferdekauen bis zu 18 Stunden pro Tag – schon kleine Veränderungen wirken sich spürbar auf das Wohlbefinden und die Rittigkeit aus.

 

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