Die Backenzähne des Pferdes bestehen aus drei Hauptbestandteilen: der klinischen Krone (sichtbarer Teil im Maul), der Reservekrone (Teil, der noch nicht durchgebrochen ist) und der Zahnwurzel. Im Gegensatz zum menschlichen Zahn ist der Pferdezahn komplexer aufgebaut. Er setzt sich aus Zement, Schmelz, Dentin und Pulpa zusammen. Die Anordnung dieser Zahnsubstanzen erfolgt nicht konzentrisch, sondern mit seitlichen Einfaltungen. Der äußere Zementmantel geht in den Zahnschmelz über, der als härteste Substanz die raue Mahlfläche bildet. Das Dentin umgibt die Pulpa, in der sich Nerven und Blutgefäße befinden.
Eine zusätzliche Besonderheit der Backenzähne sind die sogenannten Infundibula (auch Schmelzbecher oder Kunden genannt). Im Bereich der Backenzähne sind diese meist vollständig mit Infundibularzement ausgefüllt. Bei den Schneidezähnen hingegen bleibt der Schmelzbecher weitgehend hohl. Eine unvollständige Zementfüllung des Infundibulums kann Infundibularkaries begünstigen.
Durch den permanenten Abrieb beim Kauen nutzen sich die Backenzähne jährlich um etwa 2–4 mm ab – bei jungen Pferden unter sieben Jahren sogar deutlich stärker. In jedem Kieferquadranten befinden sich 3 Prämolare und 3 Molare Backenzähne, die lückenlose Kaublöcke bilden und sich gegenseitig stabilisieren. Lediglich die Prämolaren haben Milchzahnvorläufer.
Fohlen besitzen ab dem ersten Lebenstag bereits vier Milchschneidezähne (1er) sowie zwölf Milchbackenzähne (6,7,8er). Weitere Milchschneidezähne brechen meist im Alter von drei bis vier Monaten durch.
Der Zahnwechsel erfolgt bei Pferden schrittweise:
Während des Zahnwechsels können sogenannte „Bumps“ – knöcherne Auftreibungen im Kieferbereich – sichtbar werden. Diese sind in der Regel harmlos und verschwinden von selbst nach dem Durchbruch des betreffenden Zahnes. Bleibt eine Milchzahnkappe jedoch eingeklemmt, kann sie den Durchbruch verzögern – eine tierärztliche Kontrolle ist dann ratsam.
Ein Wolfszahn ist ein rudimentärer erster prämolarer Backenzahn des Pferdes, der vorwiegend im Oberkiefer und nur sehr selten im Unterkiefer angelegt ist. Der Durchbruch der Wolfszähne geschieht in der Regel im ersten Lebensjahr. Sie können aber auch im Zahnfleisch verborgen bleiben. Gerade nicht durchgebrochene Wolfszähne können beim Reiten mit Gebiss Schmerzen verursachen. Da sie häufig nur lose verankert sind, werden sie oft bereits bei der ersten Zahnkontrolle vor dem Anreiten entdeckt und entfernt, um negative Erfahrungen mit dem Gebiss beim jungen Reitpferd zu vermeiden.
Regelmäßige Zahnkontrollen sind ein essenzieller Bestandteil der Pferdegesundheit. Besonders bei jungen Pferden, deren Zähne sich stärker abnutzen, empfehlen sich halbjährliche Untersuchungen bis zum siebten Lebensjahr – mindestens jedoch eine Kontrolle pro Jahr.
Für eine gründliche Untersuchung ist eine Sedation des Pferdes notwendig. Mit Maulgatter und guter Ausleuchtung können alle Bereiche im Maul zuverlässig beurteilt werden. Eine reine Sichtkontrolle am wachen Pferd reicht in der Regel nicht aus, da lediglich die vorderen Prämolaren eingesehen werden können.
Kanten bilden sich durch das Kaumuster von Pferden an Oberkieferbackenzähnen außen und an Unterkieferbackenzähnen innen (Zungenseite). Diese können die Rittigkeit beeinflussen sowie Schleimhautverletzungen an Backenschleimhaut und Zunge verursachen. Bei der Zahnbehandlung werden diese Kanten abgerundet, sodass es nicht zu Verletzungen kommen kann.
Entstehen durch fehlende Gegenspielerund können den Kauvorgang funktionell einschränken
Hierbei handelt es sich oft um Zufallsbefunde. Diese müssen aber regelmäßig korrigiert werden um eine gute Futteraufnahme zu gewährleisten
Sind vergrößerte Zwischenräume zwischen den Backenzähnen, in die sich Futter eindrückt und zu Entzündungen führt. Sie können zu Zahnfleischrückgang und starken Schmerzen führen, sogar bis zur Wurzel- und Kieferinfektionen. Hier ist eine engmaschige Kontrollen zur Behandlung nötig. Je nach Größe und Ausprägung ist es nötig, die Parodontaltaschen zu reinigen oder zu füllen oder durch Fräsen der Backenzähne das „Herausgleiten“ des Futters zu ermöglichen, um die Entzündungen des Zahnfleisches zur Abheilung zubringen
Kronenteilfrakturen oder vollständige Sagittalfrakturen sind häufig ebenfalls Zufallsbefunde. Die Zähne müssen häufig extrahiert werden, um dem Pferd eine schmerzfreie Futteraufnahme zu ermöglichen
Dauer: nicht selten mehrere Stunden
Je jünger das Pferd, desto länger ist die Reservekrone und desto schwieriger die Extraktion. Länger andauernde (evtl. nicht bemerkte) Entzündungen führen zu brüchiger Zahnsubstanz, dann ist Extraktion in mehreren Teilen nötig.
Nachsorge:
Pferde können nach einer Zahnextraktion stationär aufgenommen werden, dürfen aber auch ambulant kommen und bei guter Versorgung wieder in den heimischen Stall zurückkehren. Auch Nachsorgetermine sind bei uns ambulant möglich.
Das Pferd hat insgesamt 24 Backenzähne
Eine Nachsorge in der Klinik ist nur bei besonders komplizierten Extraktionen nötig, sehr viel häufiger dürfen die Pferde nach der Extraktion wieder nach Hause.
Nein, die Eingriffe werden am stehend sedierten Pferd vorgenommen.
Die Backenzähne des Pferdes bestehen aus drei Hauptbestandteilen: der klinischen Krone (sichtbarer Teil im Maul), der Reservekrone (Teil, der noch nicht durchgebrochen ist) und der Zahnwurzel. Im Gegensatz zum menschlichen Zahn ist der Pferdezahn komplexer aufgebaut. Er setzt sich aus Zement, Schmelz, Dentin und Pulpa zusammen. Die Anordnung dieser Zahnsubstanzen erfolgt nicht konzentrisch, sondern mit seitlichen Einfaltungen. Der äußere Zementmantel geht in den Zahnschmelz über, der als härteste Substanz die raue Mahlfläche bildet. Das Dentin umgibt die Pulpa, in der sich Nerven und Blutgefäße befinden.
Eine zusätzliche Besonderheit der Backenzähne sind die sogenannten Infundibula (auch Schmelzbecher oder Kunden genannt). Im Bereich der Backenzähne sind diese meist vollständig mit Infundibularzement ausgefüllt. Bei den Schneidezähnen hingegen bleibt der Schmelzbecher weitgehend hohl. Eine unvollständige Zementfüllung des Infundibulums kann Infundibularkaries begünstigen.
Durch den permanenten Abrieb beim Kauen nutzen sich die Backenzähne jährlich um etwa 2–4 mm ab – bei jungen Pferden unter sieben Jahren sogar deutlich stärker. In jedem Kieferquadranten befinden sich 3 Prämolare und 3 Molare Backenzähne, die lückenlose Kaublöcke bilden und sich gegenseitig stabilisieren. Lediglich die Prämolaren haben Milchzahnvorläufer.
Fohlen besitzen ab dem ersten Lebenstag bereits vier Milchschneidezähne (1er) sowie zwölf Milchbackenzähne (6,7,8er). Weitere Milchschneidezähne brechen meist im Alter von drei bis vier Monaten durch.
Der Zahnwechsel erfolgt bei Pferden schrittweise:
Während des Zahnwechsels können sogenannte „Bumps“ – knöcherne Auftreibungen im Kieferbereich – sichtbar werden. Diese sind in der Regel harmlos und verschwinden von selbst nach dem Durchbruch des betreffenden Zahnes. Bleibt eine Milchzahnkappe jedoch eingeklemmt, kann sie den Durchbruch verzögern – eine tierärztliche Kontrolle ist dann ratsam.
Ein Wolfszahn ist ein rudimentärer erster prämolarer Backenzahn des Pferdes, der vorwiegend im Oberkiefer und nur sehr selten im Unterkiefer angelegt ist. Der Durchbruch der Wolfszähne geschieht in der Regel im ersten Lebensjahr. Sie können aber auch im Zahnfleisch verborgen bleiben. Gerade nicht durchgebrochene Wolfszähne können beim Reiten mit Gebiss Schmerzen verursachen. Da sie häufig nur lose verankert sind, werden sie oft bereits bei der ersten Zahnkontrolle vor dem Anreiten entdeckt und entfernt, um negative Erfahrungen mit dem Gebiss beim jungen Reitpferd zu vermeiden.
Regelmäßige Zahnkontrollen sind ein essenzieller Bestandteil der Pferdegesundheit. Besonders bei jungen Pferden, deren Zähne sich stärker abnutzen, empfehlen sich halbjährliche Untersuchungen bis zum siebten Lebensjahr – mindestens jedoch eine Kontrolle pro Jahr.
Für eine gründliche Untersuchung ist eine Sedation des Pferdes notwendig. Mit Maulgatter und guter Ausleuchtung können alle Bereiche im Maul zuverlässig beurteilt werden. Eine reine Sichtkontrolle am wachen Pferd reicht in der Regel nicht aus, da lediglich die vorderen Prämolaren eingesehen werden können.
Kanten bilden sich durch das Kaumuster von Pferden an Oberkieferbackenzähnen außen und an Unterkieferbackenzähnen innen (Zungenseite). Diese können die Rittigkeit beeinflussen sowie Schleimhautverletzungen an Backenschleimhaut und Zunge verursachen. Bei der Zahnbehandlung werden diese Kanten abgerundet, sodass es nicht zu Verletzungen kommen kann.
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Hierbei handelt es sich oft um Zufallsbefunde. Diese müssen aber regelmäßig korrigiert werden um eine gute Futteraufnahme zu gewährleisten
Sind vergrößerte Zwischenräume zwischen den Backenzähnen, in die sich Futter eindrückt und zu Entzündungen führt. Sie können zu Zahnfleischrückgang und starken Schmerzen führen, sogar bis zur Wurzel- und Kieferinfektionen. Hier ist eine engmaschige Kontrollen zur Behandlung nötig. Je nach Größe und Ausprägung ist es nötig, die Parodontaltaschen zu reinigen oder zu füllen oder durch Fräsen der Backenzähne das „Herausgleiten“ des Futters zu ermöglichen, um die Entzündungen des Zahnfleisches zur Abheilung zubringen
Kronenteilfrakturen oder vollständige Sagittalfrakturen sind häufig ebenfalls Zufallsbefunde. Die Zähne müssen häufig extrahiert werden, um dem Pferd eine schmerzfreie Futteraufnahme zu ermöglichen
Dauer: nicht selten mehrere Stunden
Je jünger das Pferd, desto länger ist die Reservekrone und desto schwieriger die Extraktion. Länger andauernde (evtl. nicht bemerkte) Entzündungen führen zu brüchiger Zahnsubstanz, dann ist Extraktion in mehreren Teilen nötig.
Nachsorge:
Pferde können nach einer Zahnextraktion stationär aufgenommen werden, dürfen aber auch ambulant kommen und bei guter Versorgung wieder in den heimischen Stall zurückkehren. Auch Nachsorgetermine sind bei uns ambulant möglich.
Das Pferd hat insgesamt 24 Backenzähne
Eine Nachsorge in der Klinik ist nur bei besonders komplizierten Extraktionen nötig, sehr viel häufiger dürfen die Pferde nach der Extraktion wieder nach Hause.
Nein, die Eingriffe werden am stehend sedierten Pferd vorgenommen.
Wir bitten Sie Termine telefonisch bei uns zu vereinbaren. Am Telefon können wir individuell und direkt die beste Behandlung einplanen.
+49 4282 - 5946340Bitte beachten Sie unsere gesonderten Besuchszeiten.
Bitte vereinbaren Sie einen Besuchstermin im Voraus. Planen Sie etwa 1 Stunde ein und berühre bitte nur dein eigenes Pferd.
Unsere Klinik ist für Notfälle jederzeit für Sie erreichbar und geöffnet. Bitte rufen Sie uns in einem Notfall sofort an.

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