Nicht alle Probleme am Kehlkopf beruhen auf einer Lähmung.
Zysten, Schleimhautveränderungen oder Entzündungen können ebenfalls die Atmung und das Schlucken beeinträchtigen. Viele dieser Eingriffe können minimalinvasiv am stehenden Pferd erfolgen.
Wann braucht mein Pferd die OP?
- Schluckprobleme oder Atemgeräusche ohne typische Lähmungszeichen
- Endoskopischer Nachweis einer Zyste, Schleimhautveränderung oder Knorpelentzündung
- Entrapment der Epiglottis (Notfall!)
- Chronische Entzündung (Chondritis), die nicht auf Medikamente anspricht
- Angeborene Fehlbildungen (Kehlkopfdysplasie) mit funktioneller Beeinträchtigung
Wie wird die OP durchgeführt?
- Meist minimalinvasiv am stehenden Pferd
- Einsatz von Lasertechnik zur präzisen Abtragung von Schleimhaut oder Zysten
- Entrapment: Auflasern der Schleimhautfalte zur Befreiung der Epiglottis
- Chondritis: Kürettage oder teilweise Entfernung befallener Knorpelbereiche
- Dysplasie: Individuell geplante Eingriffe, ggf. in Kombination mit Laryngoplastik
Was bedeutet die OP für mein Pferd?
Positive Effekte:
- Rasche Verbesserung der Atmung oder des Schluckakts
- In vielen Fällen kurze Erholungszeit durchminimalinvasive Technik
- Geringes Risiko bei erfahrenem Team
Mögliche Risiken:
- Nachblutungen oder Schwellungen im Kehlkopfbereich
- Selten Narbenbildung, die Nachbehandlungenerfordert
- Bei ausgeprägter Dysplasie: operative Korrektur manchmal technisch anspruchsvoll
- Selten kann sich ein dauerhaftes DDSP entwickeln oder es können Rezidive auftreten. Diese lassen sich in der Regel frühzeitig erkennen und gezielt nachbehandeln.