
Sehnenscheiden sind flüssigkeitsgefüllte Hüllen, die bestimmte Sehnen im Pferdekörper umgeben – insbesondere an Stellen, die stark beansprucht werden oder hohem Druck ausgesetzt sind. Sie enthalten Synovialflüssigkeit, die als Schmiermittel wirkt und die reibungslose Bewegung der Sehne innerhalb der Sehnenscheide ermöglicht. Wird diese Struktur krankhaft verändert, kann eine sogenannte Tenoskopie erforderlich sein.
Die Tenoskopie ist eine minimalinvasive Spiegelung der Sehnenscheide, vergleichbar mit einer Arthroskopie im Gelenk. Dabei wird mittels eines kleinen Hautschnitts eine winzige Kamera – das Arthroskop – in die betroffene Sehnenscheide eingeführt. Über einen Monitor kann der Tierarzt die inneren Strukturen der Sehnenscheide direkt beurteilen und je nach Befund gezielt behandeln.
Diese Untersuchung und Operation findet unter Vollnarkose statt. Dabei wird höchste Sorgfalt angewendet, um Risiken – insbesondere in der Aufstehphase – zu minimieren. Die Komplikationsrate während der Narkose liegt bei sehr niedrigen 0,05 %.
Eine Tenoskopie wird in zwei Situationen eingesetzt:
Bei Pferden ist besonders oft die Fesselbeugesehnenscheide betroffen. Häufige Befunde sind Läsionen (Verletzungen) an der tiefen Beugesehne oder an der Manica flexoria, einem bandartigen Strang innerhalb der Sehnenscheide.

Über kleine Hautschnitte wird das Arthroskop in die Sehnenscheide eingeführt. Je nach Befund werden zusätzliche Schnitte gesetzt, um Operationsinstrumente einzubringen. Die gesamte Operation erfolgt unter Sichtkontrolle am Monitor, sodass gezielt und schonend gearbeitet werden kann.
Verwendet wird ein moderner Arthroskopie-Turm, der eine präzise Darstellung auch feinster Strukturen ermöglicht.
Nach dem Eingriff erfolgt eine engmaschige Wundkontrolle durch regelmäßige Verbandswechsel. In der Regel sind folgende Rehabilitationsschritte vorgesehen:
Die Prognose einer Tenoskopie hängt immer von der genauen Diagnose ab – eine pauschale Einschätzung ist daher nicht möglich. Je nach Ausmaß der Schädigung kann das Ziel eine vollständige Heilung oder eine Verbesserung der Belastbarkeit sein.
Zu den möglichen Komplikationen zählen neben den sehr seltenen Narkoserisiken vor allem Infektionen und Wundheilungsstörungen im Operationsbereich. Durch sterile Bedingungen und sorgfältige Nachsorge werden diese Risiken jedoch so gering wie möglich gehalten.
Sehnenscheiden sind flüssigkeitsgefüllte Hüllen, die bestimmte Sehnen im Pferdekörper umgeben – insbesondere an Stellen, die stark beansprucht werden oder hohem Druck ausgesetzt sind. Sie enthalten Synovialflüssigkeit, die als Schmiermittel wirkt und die reibungslose Bewegung der Sehne innerhalb der Sehnenscheide ermöglicht. Wird diese Struktur krankhaft verändert, kann eine sogenannte Tenoskopie erforderlich sein.
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