Gastroskopie

Gastroskopie beim Pferd – Magenspiegelung zur sicheren Diagnostik

Was ist eine Gastroskopie und wie läuft sie ab?

Die Gastroskopie ist eine endoskopische Untersuchung des Magens – also eine Magenspiegelung – beim sedierten Pferd. Dabei wird ein über drei Meter langes flexibles Endoskop durch die Nüster über die Speiseröhre bis in den Magen vorgeschoben. Auch der Beginn des Dünndarms (Duodenum) kann in vielen Fällen mitbeurteilt werden.

Ziel ist es, eine genaue Beurteilung von Rachenraum, Kehlkopf, Speiseröhre, Magen und Magenausgang vorzunehmen. Die Untersuchung dauert etwa 15 Minuten, erfolgt unter leichter Sedation und kann für Besitzer per Live-Übertragung am Monitor mitverfolgt werden.

Voraussetzung ist eine Nahrungskarenz von ca. 12–14 Stunden, da Futterreste die Sicht einschränken können. Bei unzureichender Karenz muss die Untersuchung wiederholt werden.

Wann ist eine Gastroskopie notwendig?

Eine Gastroskopie ist immer dann angezeigt, wenn der Verdacht auf eine Erkrankung der Speiseröhre oder des Magens besteht. Typische Fragestellungen sind:

  • Rezidivierende Schlundverstopfungen
  • Magengeschwüre (Equine Gastric Ulcer Syndrome, EGUS)
  • Magenentleerungsstörungen
  • Verminderter Appetit, Leistungsschwäche, Gewichtsverlust, wiederkehrendes Gähnen oder Zähneknirschen

Die häufigste Indikation ist das Magengeschwür, das bei Freizeit- wie auch Sportpferden gleichermaßen auftreten kann.

Alternative Untersuchungen / Behandlungen / Therapien

Bei Magengeschwüren gibt es keine gleichwertige Alternative zur Gastroskopie – sie ist die einzige Methode zur sicheren Diagnose. Je nach Beschwerdebild kann in besonderen Fällen zusätzlich ein Kontrastmittelröntgen der Speiseröhre nötig sein. Die Entscheidung darüber erfolgt individuell in Absprache mit dem Tierarzt.

Vor- und Nachbehandlung

Vor der Untersuchung:

  • Nahrungskarenz von 12–14 Stunden
  • Kein Wasser in den letzten 2 Stunden
  • Kurzfristige Sedation vor Ort (ähnlich wie bei der Zahnbehandlung)

Nach der Untersuchung:

  • Sobald das Pferd vollständig wach ist, erfolgt langsames Anfüttern
  • In der Regel kann das Pferd nach kurzer Überwachung wieder in den Stall zurück

Technische Ausstattung

Für die Gastroskopie wird ein hochauflösendes Endoskop mit mehr als 3 Metern Länge verwendet. Dieses ist über eine Lichtquelle und eine integrierte Kamera mit einem Monitor verbunden, sodass die Untersuchung live verfolgt und dokumentiert werden kann.

Zusätzlich verfügt das System über eine integrierte Pumpe, mit der Luft in den Magen insuffliert wird – notwendig, um die Magenwände zu entfalten und vollständig einsehen zu können.

Prognose und mögliche Komplikationen

Die Gastroskopie ist ein sicheres, minimalinvasives Verfahren. Komplikationen sind äußerst selten. Die wichtigste Voraussetzung für eine erfolgreiche Untersuchung ist die konsequente Nahrungskarenz.

Bei rechtzeitiger Diagnosestellung – insbesondere bei Magengeschwüren – kann durch gezielte Therapie (z. B. mit Omeprazol) in den meisten Fällen eine komplette Abheilung erreicht werden.

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