Kolik

Kolik ist keine eigenständige Erkrankung, sondern beschreibt beim Pferd alle Formen von Bauchschmerzen – vom leichten Unwohlsein bis hin zu lebensbedrohlichen Zuständen. Als häufigster tierärztlicher Notfall erfordert Kolik rasches Handeln. Die Beschwerden entstehen durch unterschiedlichste Störungen im Magen-Darm-Trakt oder benachbarten Organen und können sehr variabel ausgeprägt sein.

Inhaltsverzeichnis:

Ursachen

Die Ursachen einer Kolik beim Pferd sind vielseitig. Zu den häufigsten zählen:

  • Verdauungsprobleme wie Verstopfungen (Obstipation) oder Aufgasungen (Meteorismus)
  • Magengeschwüre oder Störungen der Magenentleerung
  • Darmverlagerungen oder Einklemmungen
  • Störungen der Darmbewegung (Motilitätsstörungen) z. B. durch Stress, Schmerzen oder Elektrolytverschiebungen
  • Entzündliche Darmerkrankungen (z. B. IBD)
  • Parasitenbefall, Sandaufnahme oder Fütterungsfehler
  • Auch Leber- oder Milzerkrankungen können kolikartige Symptome auslösen

Symptome

Kolik kann sich auf sehr unterschiedliche Weise äußern. Häufige Symptome sind:

  • Wälzen, Treten, Scharren oder Niederwerfen
  • Unruhe oder im Gegenteil ungewöhnliche Apathie
  • Schauen auf den Bauch, Gähnen oder Unwilligkeit beim Reiten
  • Schwitzen, erhöhter Puls, aufgezogener Bauch
  • Appetitlosigkeit und reduzierter Kotabsatz

Gerade subtile Symptome sollten ernst genommen werden – sie können Vorboten schwerwiegender Probleme sein.

Krankheitsverlauf

Der Verlauf einer Kolik hängt maßgeblich von der zugrundeliegenden Ursache ab. Manche Koliken bessern sich mit einfachen Maßnahmen rasch, andere können schnell kritisch werden und eine intensive Therapie oder Operation erfordern. Wird nicht rechtzeitig behandelt, kann eine Kolik zu schweren Kreislaufproblemen, Darmrupturen und letztlich zum Tod führen.

Diagnose

Die Diagnostik wird individuell auf das klinische Bild abgestimmt. Zu den Standardverfahren zählen:

  • Allgemeine Untersuchung inkl. Kreislaufkontrolle
  • Rektale Untersuchung
  • Sonografie des Bauchraums
  • Sondierung des Magens mittels Nasenschlundsonde
  • Laboruntersuchungen (Hämatologie, Blutchemie, Blutgasanalyse)


Weiterführende Diagnosen:

  • Abdominozentese (Bauchpunktion)
  • Gastroskopie bei Verdacht auf Magengeschwüre
  • Laparoskopie/Laparotomie bei unklarer Ursache oder Therapieresistenz


Differentialdiagnosen reichen von Magenschleimhautentzündungen bis hin zu Lebererkrankungen.

Behandlung

Die Therapie richtet sich immer nach der Ursache. Mögliche Maßnahmen:

  • Medikamentös: Schmerzmittel, Entkrampfer, Magenschutz, Motilitätsförderer
  • Infusionstherapie: bei Flüssigkeitsmangel oder Stoffwechselentgleisung
  • Bewegungstherapie: fördert die Darmmotilität bei milden Fällen
  • Engmaschige Überwachung: inklusive Blutbildkontrollen bei stationärer Behandlung
  • Operation: Bei schwerwiegenden Koliken erfolgt eine Laparotomie in Vollnarkose. Danach folgt i.d.R. ein Klinikaufenthalt von ca. 10 Tagen und eine mehrwöchige Rekonvaleszenzphase.

Unsere Intensivboxen sind immer mit einem Infusionsbeutel ausgestattet und jederzeit einzugsbereit.

Prognose

Die Prognose ist stark abhängig von der Ursache und dem Zeitpunkt der Behandlung.

  • Gute Prognose bei frühzeitiger Erkennung und unkomplizierter Verstopfungskolik
  • Vorsichtige Prognose bei Darmverlagerungen oder Operationen mit Komplikationen


Eine schnelle Diagnose und konsequente Therapie erhöhen die Überlebenschancen deutlich.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie kann ich eine Kolik bei meinem Pferd vermeiden?

Durch eine angepasste Fütterung (1,5–2 kg Heu pro 100 kg Körpergewicht), hochwertige Grundfutterqualität, keine abrupten Futterumstellungen, sauberes Wasser, regelmäßige Bewegung, Zahnpflege, stressarme Haltung und ein abgestimmtes Entwurmungskonzept lässt sich das Risiko deutlich reduzieren.

Was darf mein Pferd nach einer Kolik fressen?

Zunächst wird ausschließlich Heu in kleinen Mengen gefüttert. Je nach Ursache und Verlauf kann zusätzlich Mash eingesetzt werden. Bei Weidepferden erfolgt die Rückgewöhnung an Gras schrittweise. Pferde mit Kauproblemen erhalten eine individuelle Futteranpassung.

Wann darf mein Pferd nach einer Kolik wieder geritten werden?

Das hängt von der Schwere der Kolik ab. In der Regel empfehlen wir nach der Entlassung aus der Klinik mindestens eine Woche langsame Aufbauarbeit mit viel Schritt. Die exakte Belastbarkeit hängt vom individuellen Verlauf ab und wird im Entlassungsbericht festgehalten.

Kolik ist keine eigenständige Erkrankung, sondern beschreibt beim Pferd alle Formen von Bauchschmerzen – vom leichten Unwohlsein bis hin zu lebensbedrohlichen Zuständen. Als häufigster tierärztlicher Notfall erfordert Kolik rasches Handeln. Die Beschwerden entstehen durch unterschiedlichste Störungen im Magen-Darm-Trakt oder benachbarten Organen und können sehr variabel ausgeprägt sein.

Häufig gestellte Fragen

Wie kann ich eine Kolik bei meinem Pferd vermeiden?

Durch eine angepasste Fütterung (1,5–2 kg Heu pro 100 kg Körpergewicht), hochwertige Grundfutterqualität, keine abrupten Futterumstellungen, sauberes Wasser, regelmäßige Bewegung, Zahnpflege, stressarme Haltung und ein abgestimmtes Entwurmungskonzept lässt sich das Risiko deutlich reduzieren.

Was darf mein Pferd nach einer Kolik fressen?

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