
Die Keratektomie ist ein chirurgischer Eingriff am Auge und beschreibt das Abtragen von erkranktem Hornhautgewebe. Die veränderten Bereiche der Hornhaut werden mit speziellen Instrumenten umschnitten, abgetragen und entfernt. Da die Hornhaut sehr sensibel ist, wird der Eingriff meist in Vollnarkose durchgeführt. Je nach Patient und Krankheitsbild kann der Eingriff auch unter lokaler Anästhesie und Sedierung durchgeführt werden, aber nicht alle Pferde kommen hierfür infrage.
Die Pferde erhalten präoperativ eine lokale antibiotische Therapie. Unmittelbar vor dem Eingriff wird das Auge mit desinfizierenden Lösungen gespült und die Augenumgebung gereinigt. Postoperativ werden die Pferde intensiv lokal behandelt, um eine möglichst komplikationslose Heilung zu erzielen. Je nach Ausprägung und Lage der Keratitis kann eine recht große Wundfläche entstehen, deren Heilung mehrere Wochen in Anspruch nimmt. Manche Pferde benötigen zur lokalen Therapie einen Subpalpebralkatheter, über den die Augenmedikamente appliziert werden, ohne das Lid manipulieren zu müssen. Zusätzlich erhalten die Pferde orale Schmerzmittel und ggf. andere Medikamente nach Befund und Verlauf.
Die häufigste Indikation für eine Keratektomie ist eine Hornhautentzündung/Keratitis, die nicht durch lokale Behandlung allein zu therapieren ist. Die Ursachen für die Keratitis können je nach Krankheitsbild variieren und sowohl immunvermittelt als auch infektiös sein. Auch angeborene Hornhautveränderungen, etwa Dermoide, können eine Keratektomie erfordern.
Die Keratektomie schafft eine Wundfläche, die allen Umgebungsfaktoren ausgesetzt ist. Trotz hoher Hygienestandards, mehrfacher täglicher Kontrolle und intensiver lokaler Therapie können Infektionen der Hornhaut auftreten. Diese verlängern die Heilungsdauer, können einen erneuten chirurgischen Eingriff erforderlich machen und bei negativem Verlauf Visusverlust oder Verlust des Auges bedeuten. Je nach Tiefe der Keratektomie und der individuellen Grunderkrankung kann die Heilung unter Narbenbildung ablaufen. Dies führt zu Hornhauttrübungen variablen Ausmaßes, die nicht immer reversibel sind. Bei immunvermittelten Hornhautentzündungen (IMMK)sind auch Rezidive beschrieben.
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